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Das Ei

Pinguin

Die reife Eizelle eines Vogels unterscheidet sich deutlich von der eines Menschen. Die Eizelle eines Kaiserpinguins ist etwa so groß wie ein Tischtennisball, während die Eizelle einer Frau mikroskopisch klein ist. Des Weiteren weist die Vogel-Eizelle eine große Menge an Eidotter auf, der die Nahrung für den späteren Embryo liefert.
An einer bestimmten Stelle der Eizelle liegt das genetische Material auf dem Dotter auf (in der Abbildung der graue Bereich). Nur hier kann das Spermium eindringen und die beiden Zellkerne können verschmelzen.

Nachdem die Befruchtung stattgefunden hat, wandert die Zygote (befruchtete Eizelle) durch den Eileiter. Dort sondern spiralförmige Strukturen eine klebrige Masse ab, die sich um die Zygote lagert. Dieses Eiweiß enthält viele wichtige Proteine, die den Embryo beim Wachsen unterstützen.
Im Eiweiß bilden sich zwei Spiralen, die auf einer Seite mit dem Dotter und auf der anderen mit dem oberen oder unteren Eirand verbunden sind. Diese sogenannten Hagelschnüre (Chalazae) sollen die Drehung des Eis im Eileiter abfangen und den Dotter in seiner Position halten.
Danach lagert sich Keratin (eine stickstoffhaltige Substanz, aus der beispielsweise unsere Haare oder Fingernägel größtenteils bestehen) um das Eiweiß, wodurch eine gummiartige Membran entsteht. Zum weiteren Schutz des noch heranwachsensen Kükens wird das Ei im letzten Abschnitt des Eileiters mit einer harten Kalkschale aus Calciumcarbonat umhüllt. Nun ist das Ei fertig entwickelt und gelangt über die Vagina und die Kloake nach außen.
Bei Kaiserpinguinen wird das Ei 24 Stunden nach der Befruchtung vom Weibchen gelegt und danach an das Männchen übergeben.


Quelle:

Dokumentation "Das Wunder des Lebens" (2007), National Geographic Wild
Embryonalentwicklung Huhn: http://www.enchantedlearning.com/subjects/birds/info/chicken/egg.shtml