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Ernährung

Pinguine können bis zu einem Viertel ihres Körpergewichts an Nahrung aufnehmen. Am liebsten essen Pinguine Schwarmfische (z. B. der Humboldtpinguin die Sardelle) oder Schwarmkrebse. Auch Kopffüßer wie Tintenfische werden manchmal verspeist.
In der Antarktis steht Krill (Euphausia superba) ganz oben auf der Menükarte. Krill ist ein sammelnder Begriff für verschiedene Leuchtgarnelen-Arten, die in großen Schwärmen vorkommen.

Das Jagen

Wie ein Pfeil schwimmen Pinguine ihrer Beute hinterher. Ganz plötzlich schnellt ihr Kopf vor und der Schnabel schnappt einen Schwarmfisch bzw. eine Leuchtgarnele nach der anderen.
Damit der gefangene Fisch nicht wegrutscht und schnell wieder wegschwimmt, haben die Pinguine am oberen Teil des Schnabels einen spitzen Fortsatz, mit dem sie ihre Beute gut festhalten und töten können. Mit den spitzen Dornen auf ihrer Zunge können Pinguine ihre Nahrung direkt über den Hals in den hungrigen Magen befördern. Beim Jagen sind Pinguine schnell und wendig, denn sie sind wahre Meister im Wasser.

Die Fotos zeigen einen Humboldtpinguin aus dem Tierpark Hagenbeck

Pinguine drehen die Fische im Schnabel immer so, dass der Kopf zuerst in den Schlund gelangt. Wenn sie den Fisch mit dem Schwanz zuerst schlucken würden, könnten sich die Bauch- und Rückenflosse der Fische im Rachen der Pinguine verhaken.

Quellen:

Was ist Was Band 107 "Pinguine" von Boris Culik
Pinguine - Alles über die sympathischen Vögel aus dem Eis von Boris Culik


Die Nahrungskette

Produzenten > Konsumenten > Destruenten

Produzenten

Die Produzenten sind Organismen, die Energie aus anorganischen Substanzen gewinnen und damit organische Verbindungen aufbauen. Diese Organismen nennt man autotroph, was so viel wie "sich selbst ernährend" bedeutet.
Das wird größtenteils von den Pflanzen erledigt, die die Sonnenenergie nutzen und durch die Fotosynthese organische Verbindungen bilden können. Es gibt auch einige Bakterien, die durch Oxidation anorganischer Stoffe ihre Energie beziehen und ebenfalls energiereiche Verbindungen aufbauen können.
Wichtig ist für die Ernährung der Pinguine das Phytoplankton. Diese Gruppe von Lebewesen enthält verschiedene Algen, die Fotosynthese betreiben können. Wenn die Produzenten in großer Menge vorliegen, können sich die nächsten Glieder der Nahrungskette und somit auch die Pinguine gut ernähren.


Konsumenten

Die meisten anderen Lebewesen sind heterotroph, das heißt, sie benötigen die energiereichen organischen Verbindungen, um überleben zu können. Da sie diese aber nicht selbst aufbauen können, müssen sie sich von anderen Lebewesen ernähren, die diese Verbindungen bereits in sich tragen.

  • Die Primärkonsumenten (oder Konsumenten 1. Ordnung) sind Pflanzenfresser. Lebewesen wie Zooplankton (keine Fotosynthese, können sich aktiv fortbewegen) und der Krill fressen Phytoplankton, aber auch einige Fischarten sind Pflanzenfresser.
  • Die Sekundärkonsumenten (oder Konsumenten 2. Ordnung) sind Fleischfresser, die Pflanzenfresser fressen. Hier sind die Pinguine einzuordnen. Sie fressen zum Beispiel Krill und Fische. Andere Fische und Wale sind auch carnivor (Fleischfresser).
  • Die Tertiärkonsumenten (oder Konsumenten 3. Ordnung) sind Fleischfresser, die Fleischfresser fressen. Darunter fallen zum Beispiel Seeleoparden, die in den antarktischen Gewässern leben und dort die größten Feinde der Pinguine sind.
  • Am Ende stehen die Destruenten. Lebewesen wie Bakterien und Pilze zersetzen totes organisches Material in anorganische Substanzen, die wieder von den Produzenten als Energiequelle genutzt werden können.


Die Nahrungskette für Fortgeschrittene

Zu beachten ist, dass bestimmte Lebewesen nicht nur in eine Stufe eingeordnet werden können, sie können sowohl Pflanzenfresser als auch Fleischfresser (Allesfresser) sein oder gleichzeitig Sekundär- und Tertiärkonsumenten (der Seeleopard beispielsweise frisst auch Krill).
Etwas komplizierter wird es, wenn man bedenkt, dass Produzenten und Konsumenten auch Destruenten sind. Sie zersetzen ebenfalls in ihrem Inneren organische Verbindungen, um dadurch Energie zu gewinnen, die zum Beispiel zur Fortbewegung, Fortpflanzung oder zum Wachstum benötigt wird.
Die Nahrungskette ist also ein Modell, das nur eine grobe Einordnung erlaubt.