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Flossen

PinguinVergleicht man die Flügel der Pinguine mit den Flügeln flugfähiger Vögel, fällt auf, dass die Flügel der Pinguine reduzierter und steifer sind. Auch die Knochen sind insgesamt schwerer und nicht von innen hohl, so wie es bei Vögeln normalerweise der Fall ist. Pinguine können nicht fliegen, deshalb müssen sie auch nicht besonders leicht sein.


Funktion im Wasser

Da die Flügel perfekt an das Schwimmen und Tauchen im Wasser angepasst sind, spricht man in der Wissenschaft von Flossen. Die Bewegung der Flossen im Wasser entspricht der Flugbewegung einiger Vögel in der Luft. Die Flossen sorgen für den Vortrieb im Wasser, bei anderen schwimmenden Vögeln übernehmen dies die Beine und Füße. Diese beiden Extremitäten haben bei den Pinguinen die Funktion eines Ruders übernommen, das ein schnelles Ändern der Schwimmrichtung ermöglicht.


Funktion an Land

An Land werden die Flossen und der Schwanz dazu genutzt, um beim aufrechten Gang Balance halten zu können. Außerdem spielen die Flossen bei der Kommunikation eine wichtige Rolle. Durch harte Flügelschläge kann Aggression vermittelt werden; Anmutige Bewegungen und sanfte Berührungen mit den Flossen sind beim Balzverhalten zu beobachten.


Tarnung

Die Flossen der Pinguine weisen zwei verschiedene Farben auf: Auf der Oberseite sind sie schwarz, auf der Unterseite weiß. Dieses Phänomen wird Konterschattierung genannt und dient als Tarnung. Von unten gesehen hebt sich die weiße Farbe der Flossen und des Bauches kaum von der hellen Wasseroberfläche ab, von oben gesehen ist die Flossenoberseite und der Rücken der Pinguine genauso dunkel wie die düstere Tiefe. So haben es Feinde schwer, die Pinguine im Wasser zu erkennen.


Bewegung der Flossen

Pinguine haben eine starke Brustmuskulatur, die die Flossen kräftig bewegen kann. Der große Brustmuskel bewegt die Flossen nach unten, der kleine Brustmuskel wieder nach oben. Bei Pinguinen sind diese Muskeln gut ausgebildet, damit sie schneller schwimmen und ihre Beute fangen beziehungsweise ihren Feinden ausweichen können.


Quellen:

Louw, G. J., Functional anatomy of the penguin flipper, 1992. Journal of the South African Veterinary Association 63.3 113-120.
Schroeder, Kristen L., et al., Fibre types in primary ‘flight’muscles of the African Penguin (Spheniscus demersus), 2014. Acta Zoologica
Richdale, L. E., Sexual behavior in penguins, 1951
Fowler, G. S., & Fowler, M. E. (2001). Order Sphenisciformes (Penguins). Fowler ME, Cubas ZS. Biology, Medicine and Surgery of South American Wild Animals, 1, 53-64.
Foto: Brillenpinguin aus dem Zoo Hannover

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