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Herz und Blutkreislauf

Kreislauf

Das Herz

Das Herz muss bei den Pinguinen relativ leistungsstark sein, denn sie gehören zu den gleichwarmen (endothermen) Tieren. Gleichwarme Tiere benötigen zehnmal so viel Energie wie wechselwarme Tiere, deshalb müssen sie auch zehnmal so viel Nahrung und Sauerstoff aufnehmen sowie zehnmal so viel Kohlenstoffdioxid aus dem Körper befördern. Dementsprechend muss das Herz sehr kräftig sein und auch der doppelte Blutkreislauf hat sich als vorteilhaft herausgestellt. Vögel haben nämlich -wie auch wir Säuger- zwei getrennte Kreisläufe: Den Lungen- und den Körperkreislauf. Außerdem ist der Blutkreislauf geschlossen, das heißt, dass das Blut nur durch die Blutgefäße strömt und nicht austritt (dies ist bei einigen Wirbellosen der Fall).

Der Kreislauf

Zuerst gelangt sauerstoffarmes Blut aus der rechten Vorkammer in die rechte Herzkammer. Von dort aus wird es in die Lunge gepumpt. In der Lunge wird das Blut mit dem eingeatmeten Sauerstoff angereichert, Kohlenstoffdioxid wird an die Lunge abgegeben und wieder ausgeatmet. Das so entstandene sauerstoffreiche Blut fließt in die linke Vorkammer des Herzens und gelangt in die linke Herzkammer. Nun wird das Blut über die Aorta (Hauptschlagader) in den restlichen Körper gepumpt. Das sauerstoffreiche Blut fließt durch die Körperkapillaren (= kleine Blutgefäße) der Organe und Extremitäten. Dort findet ein weiterer Gasaustausch statt: Sauerstoff wird an die Organe und Extremitäten abgegeben, damit diese Energie gewinnen und ihre Arbeiten verrichten können. Bei dieser Energiegewinnungsreaktion wird Kohlenstoffdioxid frei, das im Blut gelöst wird. Das nun sauerstoffarme und kohlenstoffdioxidreiche Blut wird über die Venen wieder zur rechten Vorkammer des Herzens transportiert. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Evolution

Der Aufbau des Herzens und der Blutkreislauf sind bei Vögeln und Säugern im Wesentlichen gleich. Das ganze System und die Endothermie (die Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur) haben sich aber im Laufe der Evolution unabhängig voneinander entwickelt, was ich sehr erstaunlich finde.


Quellen:

Biologie - Campbell, Neil A. und Reece, Jane B., 8. Auflage
Tierphysiologie - Roger Eckert, 4. Auflage

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