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Neuseeland

Auf und um Neuseeland haben sich sechs Pinguinarten verbreitet: Gelbaugen-, Dickschnabel-, Zwerg-, Südlicher Felsen-, Kronen- und Snares-Dickschnabelpinguin. Sie leben und brüten vorwiegend auf der südlichen Insel Neuseelands sowie auf den umliegenden Inseln im Süden.
Die folgende Tabelle zeigt die Verbreitungsgebiete der neuseeländischen Pinguinarten:

Pinguin

Klima auf Neuseeland

Neuseeland liegt in der gemäßigten Klimazone. Die Temperaturen an Land werden aufgrund des Seeklimas stark von der Wassertemperatur geprägt: Im dortigen Sommer kühlt der Ozean das Land, da das Wasser vom Winter her noch relativ kalt ist. Im Winter wird das Land vom Ozean gewärmt, denn Wasser hat eine hohe Wärmekapazität. Das heißt, dass das Wasser die Wärme aus dem Sommer bis in den Winter hinein speichern kann. Deshalb sind die Sommer in Neuseeland eher schön warm anstatt heiß und die Winter kühl und nicht eiskalt.
Besonders die Südinsel und die subantarktischen Inseln stehen stark unter dem klimatischen Einfluss der Antarktis, die mittlere Jahrestemperatur beträgt beispielsweise auf der Campbell-Insel 6,8°C; Im ganzen Jahr wird es dort kaum wärmer als 10°C.

Pinguin

Brutgebiete der neuseeländischen Pinguinarten

Das neuseeländische Brutgebiet umfasst viele verschiedene geologische Gegebenheiten - von bergig bis flach, von bewachsen bis kahl - mit denen die heimischen Pinguinarten umgehen müssen. Die Campbell-, Antipoden-, Bounty- und Auckland-Inseln zeichnen sich durch besonders felsige und unebene Böden aus, da sie vulkanischen Ursprungs sind. Deshalb müssen die dort lebenden Pinguine aufpassen, dass ihre gelegten Eier keine Schäden erleiden. Kronenpinguine und Südliche Felsenpinguine nisten deshalb gerne im dort wachsenden Tussockgras, um ihren Eiern und Küken einen möglichst weichen Untergrund zu bieten. Einige Kronenpinguine jedoch legen ihre Eier trotzdem auf dem harten Boden ab oder bauen kleine Nester aus Steinchen.
Auch die Snaresinseln sind sehr felsig. Die dort nistenden Snares-Dickschnabelpinguine bauen ihre Nester meist in Wäldern oder im Tussockgras, indem sie Mulden in den Boden graben und diese mit Schlamm, kleinen Steinchen oder Zweigen auskleiden.
Zwergpinguine brüten entlang der Küstenlinie der nördlichen und südlichen Insel Neuseelands sowie auf den Chatham-Inseln, die ebenfalls vulkanischen Ursprungs sind. Dort nisten sie in Mulden im sandigen Boden, in Felsspalten, aber auch in den Vorgärten der Menschen.
Das Brutgebiet der Dickschnabelpinguine ist ebenfalls in der Geologie sehr unterschiedlich, einige Populationen brüten im Regenwald, andere an steilen Küsten. Die Nester werden entsprechend geschützt unter Zweigen und Wurzeln oder in Kliffhöhlen gebaut.
Die Gelbaugenpinguine legen ihre Eier in flache Kuhlen, die mit weichem Material wie Blättern oder Gras ausgelegt wurden. Diese Nester befinden sich meistens isoliert in blickdichter Vegetation. Selten nisten sie aber auch an Steilküsten. Der Gelbaugenpinguin ist die einzige Pinguinart, die nicht in großen Kolonien brütet. Privatsphäre ist ihnen sehr wichtig und deshalb nisten sie lieber mit großem Abstand zum Nachbarn.


Bedrohungen

In den Gebieten, die sich mit dem Lebensraum der Menschen überschneiden, sind die dort lebenden Pinguinarten besonders gefährdet. Diese fallen oft den Haustieren (z. B. Katzen) oder eingeschleppten Tieren wie Füchsen zum Opfer oder werden von Autos überfahren. Dies betrifft vor allem die Zwergpinguine.
Die Arten hingegen, die beispielsweise die Antipoden- und Bounty-Inseln bewohnen, haben diese Probleme nicht, denn diese Inseln sind unbewohnt. Trotzdem wurde festgestellt, dass sich die Individuenzahlen der Populationen der Kronen- und Südlichen Felsenpinguine in den letzten Jahren verringert haben. Genauere Erklärungen gibt es noch nicht. Es wird vermutet, dass durch die Folgen der globalen Erwärmung die Nahrung der Pinguine abwandert. Ein anderer Grund könnte die Fischerei darstellen, die mit den Pinguinen um deren Nahrung konkurriert oder die Pinguine landen als Beifang in den Fischernetzen.
Dagegen sei wissenschaftlich bewiesen, dass sich Gelbaugenpinguine durch die Anwesenheit von Menschen gestört fühlten, was sich zum Beispiel negativ auf den Bruterfolg auswirke und körperlichen Stress hervorrufe; So wird es im Buch "Penguins - Natural History and Conservation" beschrieben. Ein weiteres Problem sei, dass der Lebensraum der Gelbaugenpinguine zunehmend zerstört würde, sodass es immer weniger Wälder sowie bodennähere Vegetation und damit geschützte Brutplätze für die Pinguine gebe. Die Gelbaugenpinguine seien dadurch von Räubern leichter angreifbar.

Gefährdung

Auch die Größe des Verbreitungsgebietes spielt bei der Einstufung der Gefährdung eine Rolle. So kann man eine kleine Population von Snares-Dickschnabelpinguinen nur auf den Snaresinseln finden, die durch schwere Umweltkatastrophen oder Tankerunglücke besonders rasch dezimiert werden könnte.
Des Weiteren besteht eine Gefährdung der Snares-Dickschnabel- und Dickschnabelpinguine durch das Wetterphänomen El Nino oder durch plötzlich auftretende Erdbeben.

Hier wird besonders deutlich, dass hauptsächlich wir Menschen eine große Gefahr für die Pinguine darstellen: Umweltverschmutzung, eingeschleppte Tiere, Zerstörung der Lebensräume, Fischerei und viele andere Aktivitäten können einen großen Schaden anrichten. Diese sind nicht nur für die Pinguine, sondern auch für viele anderen Tier- und Pflanzenarten ein großes Problem.

Quellen:
http://www.penguin.net.nz/, 26.10.13
Wikipedia-Artikel auf Deutsch und Englisch zu den entsprechenden Arten und Neuseeland (Stand: 27.10.13)
Klimadaten: http://de.wikipedia.org/wiki/Campbell_Island, 26.10.13
Penguins - Natural History an Conservation, edited by P.G. Borboroglu and P.D. Boersma

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