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Freiwillige Helferin bei SANCCOB

Allgemeine Informationen

Meinen Trip nach Kapstadt habe ich komplett selbst geplant und organisiert. Eine andere Möglichkeit wäre es gewesen, ein fertig geplantes Angebot einer Agentur zu nutzen. Zu der Qualität dieser Angebote kann ich nichts sagen, auf den folgenden Seiten werde ich lediglich die Erfahrungen schildern, die ich selbst bei der Reisevorbereitung, bei SANCCOB und in Kapstadt gemacht habe.

Zeit und Wetter

Die Zeit in Südafrika entspricht der Sommerzeit in Deutschland. Die Jahreszeiten sind umgekehrt zu den Jahreszeiten hier in Deutschland. Ich war zum Übergang vom Winter zum Frühling (August und September) in Kapstadt. Das Wetter war trotzdem überwiegend gut, es hat sehr wenig geregnet und die Temperaturen lagen zwischen 15 und 30°C am Tag. Die meiste Zeit herrschten jedoch Temperaturen rund um 20°C, sodass das Arbeiten sehr angenehm war.
Auf den Fahrten zur und von der Arbeit war es draußen hell. Die Sonne ging ungefähr um 6.30 bis 6.45 Uhr auf und ab 18.30 bis 19 Uhr war es dunkel.

Reise

Um von Deutschland nach Kapstadt zu kommen, ist natürlich eine Reise mit dem Flugzeug zu empfehlen. Ich bin mit der Airline KLM Royal Dutch geflogen. Hin- und Rückflug haben zusammen ca. 800 Euro gekostet und der Flug hat von Amsterdam nach Kapstadt 11:30 Stunden gedauert (und noch eine weitere Stunde von oder nach Hannover).
Für die Einreise in Südafrika ist ein Reisepass wichtig, ein Visum wird für einen Aufenthalt von unter 3 Monaten und Vorzeigen eines Rückflugtickets nicht benötigt (Link zur SA Botschaft). Die Währung in Kapstadt ist der südafrikanische Rand, ein Euro entspricht dabei ungefähr 15 Rand. Mir wurde von meiner Bank empfohlen, kein Geld vor Ort zu tauschen, sondern einen Geldautomaten zu benutzen. Am Flughafen sind natürlich solche vorhanden (Achtung: Oft muss man seine EC-Karte bei seiner Bank zunächst für das Ausland freischalten lassen!). Außerdem empfiehlt sich im Falle eines Verlusts eine Kreditkarte als Ersatz für die EC-Karte.

Gesundheit

Vor der Reise würde ich eine reisemedizinische Beratung bei einem Arzt empfehlen. Dort wird über Risiken aufgeklärt und Impfungen empfohlen. Ich selbst habe mich gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Außerdem sollte man darauf achten, dass die anderen gängigen Impfungen noch aktuell sind. In Kapstadt selbst gibt es ein sehr geringes Risiko für Malaria. Ein höheres Risikogebiet ist eher der Nordosten Südafrikas, eine Infektion bei der Arbeit bei SANCCOB ist daher sehr sehr gering.
In der Reiseapotheke würde ich speziell für die Arbeit bei SANCCOB auf jeden Fall Pflaster und antiseptische Salbe empfehlen, denn die Pinguine haben einen sehr kräftigen Schnabel, da bleiben Verletzungen der Hände nicht aus! Da man sehr viel mit Wasser arbeitet, sollten die Pflaster gut kleben und wasserfest sein.

Unterkunft

Während meiner Zeit in Kapstadt habe ich in der Unterkunft namens "At Cheryl's" gewohnt. Diese wurde von einer älteren Dame vermietet und besteht aus einem Raum mit Bett, kleinem Tisch und Stuhl, Schrank sowie einem Regal mit Fernseher. Dazu gehören ein Bad mit Dusche und eine kleine Küche mit Wasserkocher, Toaster, Kühlschrank, Spüle und einem 2-Platten-Herd mit kleinem Backofen. Gekostet hat dieses Zimmer namens "Den" für mich als freiwillige Helferin 1250 Rand pro Woche, also ca. 12 Euro pro Tag. Bei anderen Freiwilligen sind die Unterkünfte "Elements" oder "Aviva" sehr beliebt. Dort werden Mehrbettzimmer sehr günstig angeboten. Jeder sollte jedoch für sich entscheiden, welche Art der Unterkunft einem zusagt.

Kommunikation

Um mit Familien und Freunden in weiter Entfernung Kontakt zu halten, kann man natürlich das Internet nutzen. Ich habe mir auch eine südafrikanische Handykarte gekauft. Beim Anbieter „Cell C“ kostet eine Prepaid-Karte nur 1 Rand (also umgerechnet unter 10 Cent), die man beliebig aufladen kann. Für das mobile Internet zahlt man für 100 MB umgerechnet einen Euro. Aus Kostengründen würde ich nicht empfehlen, nach Deutschland zu telefonieren, es sei denn, man hat einen bestimmten Service gebucht.

Verkehr

Der Verkehr ist für die meisten Europäer erst einmal gewöhnungsbedürftig, da in Südafrika der Linksverkehr verbreitet ist. Am Anfang wirkte dies noch ein wenig komisch, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Von SANCCOB aus, das in Table View gelegen ist, kommt man sehr gut mit dem Bus in die Stadt. Die MyCiti Bus-Linien sind sehr gut ausgebaut und man kommt in 30-50 Minuten von Table View aus direkt ohne Umsteigen in das Zentrum von Kapstadt (Civic Center) oder weiter an die Waterfront. Die Preise sind dabei sehr günstig, eine Fahrt zum Zentrum kostete umgerechnet ca. 60 Cent.
Mein Weg zu SANCCOB war mit ca. 2,5 km recht weit, sodass man zu Fuß ungefähr 30 min benötigen würde. Es gibt zwar die Möglichkeit, einen Bus zu benutzen, die Route umfasst jedoch nicht den ganzen Weg. Deshalb habe ich mir ein Fahrrad gemietet, so dauerte der Weg nur noch 10-15 min. Andere Unterkünfte sind da näher gelegen oder die Gasteltern bieten einen Fahrservice an.

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