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Südamerika

Auch in Südamerika sind einige Pinguinarten verbreitet. Ihre Brutgebiete liegen größtenteils an der Westküste, sie reichen von Peru über Feuerland bis zu den Falklandinseln.
Insgesamt sechs verschiedene Pinguinarten sind hier beheimatet. Felsen-, Goldschopf- und Magellanpinguine findet man in Argentinien, Chile und auf den Falklandinseln vor, während man Humboldtpinguinen nur in Chile und Peru begegnet. Auf den Falklandinseln, die sich nord-östlich der unteren Spitze Südamerikas befinden, fühlen sich zudem Königs- und Eselspinguine heimisch.

Das Klima Südamerikas ist beeinflusst von den Anden, der Atacama-Wüste und dem kalten Humboldtstrom. Ein großer Teil des Verbreitungsgebietes der Pinguine liegt in der kaltgemäßigten Klimazone, die Temperaturen sind im Sommer mit Durchschnittswerten von 11°C und im Winter von 1°C (im Nationalpark Torres del Paine in Chile) entsprechend niedrig. Die Temperaturschwankungen sind dabei in den jeweiligen Jahreszeiten ebenfalls niedrig, die Temperaturen liegen also in der Nähe der Durchschnittswerte. Auf den Falklandinseln ist es oft sehr windig und regnerisch; Das Wetter ist dafür bekannt, dass es sehr schnell umschlagen kann. Es ist dort nicht verwunderlich, typische Wetterbedingungen aller Jahreszeiten an einem Abend zu erleben.

In den Verbreitungsgebieten der Magellanpinguine überwiegen Graslandschaften, die sogenannten Pampas. Mulden im Boden oder Büsche dienen als Nester, einige legen die Eier aber auch an der Erdoberfläche ab und schützen es mit allem möglichen Material, das sie finden können.
Goldschopf- und Felsenpinguine nisten hingegen an steilen Küsten in Felsspalten. Humboldtpinguine nutzen sowohl Höhlen im Boden als auch Spalten im Gestein als Nester. Eselspinguine brüten entweder zwischen Grasbüscheln oder bauen ihre Nester aus kleinen Steinchen, die gerade in der Brutzeit besonders hart umkämpft sind.
Im Gegensatz zu den genannten Pinguinarten bauen die Königspinguine keine Nester. Sie legen ihre Eier auf ihre Füße und wärmen diese mit ihrer Bauchfalte. Auch die Küken werden eine Zeit lang auf den Füßen ihrer Eltern aufgezogen.

Einige dieser Pinguinarten sind von der IUCN als "gefährdet" eingestuft. Vor allem die Bestände der Magellan-, Humboldt- und Felsenpinguine werden von äußeren Einflüssen immer weiter minimiert. Der Klimawandel und der erhöhte Fischfang lassen die Nahrung der Pinguine entweder abwandern oder ganz verschwinden, deshalb müssen die Pinguine immer weitere Strecken zurücklegen oder verhungern. Auch Tankerunglücke sind eine häufige Ursache dafür, dass viele Pinguine sterben müssen.
Des Weiteren wird den Humboldtpinguinen durch den Guanoabbau sehr oft die Grundlage für ihre Nisthöhlen genommen. Die Menschen dort nutzen den getrockneten Vogelkot als Düngemittel. Weitere Abnahme des Bestandes der Humboldtpinguine kommt dadurch zustande, dass die Menschen die Eier sammeln. Diese Tätigkeit ist auch auf den Falklandinseln verbreitet. Heutzutage dürfen aber nur noch Eier von Eselspinguinen gesammelt werden, was von der Regierung kontrolliert wird. Das Sammeln der Eier von Felsenpinguinen ist seit 1999 verboten.
Mit weltweit 9 Millionen Brutpaaren sind die Goldschopfpinguine vertreten, keine andere Pinguinart kann so viele Brutpaare verzeichnen (siehe Vergleich der Arten)! Dennoch werden Goldschopfpinguine auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN als "gefährdet" gelistet. Gründe dafür sind, dass der Bestand der Goldschopfpinguine in den letzten zehn Jahren um 30% abgenommen hat und dass menschliche Einwirkungen wie die Fischerei die Vögel zunehmend stresst.
Bei den Königspinguinen ist laut der IUCN keine Gefährdung zu erkennen, der Bestand ist groß und nimmt sogar zu. Die Fischereiindustrie stellt trotzdem eine große Konkurrenz beim Nahrungserwerb dar.

Quellen:
http://www.seabirds.org/chile-penguins.htm
http://www.falklandsconservation.com/wildlife/penguins/history
Penguins - Natural History an Conservation, edited by P.G. Borboroglu and P.D. Boersma
Wikipedia-Artikel: Königspinguin, Eselspinguin, Falklandinseln, Nationalpark Torres del Paine, Magellanpinguin, Felsenpinguin (teilweise auch die entsprechenden englischsprachigen Seiten)

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