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Pinguin-Blog

Beobachtungen aus dem Zoo Hannover aus dem Jahr 2012

Ich habe einige Male den Zoo Hannover besucht, um die dortigen Brillenpinguine genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei habe ich einige interessante Beobachtungen gemacht. Dieser Blog beschreibt Pinguin-Fakten mit wissenswerten Hintergrundinformationen.
Viel Spaß beim Lesen!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Wer guckt denn da?

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Endlich hat es ein Brillenpinguin-Pärchen geschafft, ein befruchtetes Ei zu legen und ein Küken auszubrüten! Heute habe ich es erstmals sehen können.
Am 8. September ist das Kleine geschlüpft, da war es noch sehr klein und wurde unter dem Bauch der Eltern warm gehalten. Nun wiegt es über 580 Gramm und wird in der nächsten Zeit weiter zunehmen und wachsen. Die beiden Pinguine "Klaus" und "Jaqueline" sind zum ersten Mal Eltern geworden.
Das Küken wurde "Sean-Michael" getauft, noch ist aber nicht sicher, ob es sich um ein Junge oder Mädchen handelt. Eine Blutprobe wurde bereits eingeschickt und nun analysiert.
Das Nest befindet sich unter einem umgekippten Boot, es ist aber durch einen Spalt im Bootboden vom Gehegezaun aus sichtbar.
Ich wünsche dem Kleinen und seinen Eltern alles Gute!

Daten entnommen von: http://www.zoo-hannover.de/unternehmen-zoo/aktuellespresse/aktuelle-nachricht/news/baby-an-bord.html


Freitag, 3. August 2012

Neues Ei, neues Glück!

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Nach einer kleinen Pause habe ich endlich wieder neue Beobachtungsergebnisse der Brillenpinguine für euch!
Als ich dem Pinguingehege näher kam, fiel mir sofort auf, dass ein vorher besetztes Nest nun leer war. Das Pärchen, das dort ursprünglich ein Ei bebrütete, versucht nun ihr neues Glück in einer Grube im Boden. Diese wurde bereits mit Steinen ausgelegt, neue geeignete Steine werden weiterhin gesucht, damit das Ei für den neuen Brutversuch geschützt ist. Eine Tierpflegerin erzählte mir, dass dieses Pärchen vorher ein unbefruchtetes Ei bebrütet habe.
Auch das Nist-Fass rechts daneben wurde von seinen alten Bewohnern verlassen, dieses Pärchen hatte ebenfalls ein unbefruchtetes Ei gelegt. Leider habe ich das Pärchen an diesem Tag nicht gesehen und kann deshalb nicht sagen, wo sie sich nun eingenistet haben oder ob sie mit einem weiteren Brutversuch noch warten.
Dieses Fass wurde nun von einem neuen Pärchen eingenommen, das aktuell als einziges Paar im Gehege ein Ei bebrütet. Vor ungefähr einer Woche habe das Weibchen das Ei gelegt. Ich werde dieses Pärchen nun weiter beobachten, jetzt dauert es noch ungefähr 30 Tage, bis ein Küken schlüpfen könnte. Noch ist aber nicht klar, ob das Ei überhaupt befruchtet ist. Ich wünsche ihnen viel Erfolg und ein hoffentlich gesundes Küken!


Dienstag, 26. Juni 2012

Männlein oder Weiblein?

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Beobachtet man die Brillenpinguine im Gehege, fällt auf, dass sie sich die beiden Geschlechter kaum unterscheiden. Man kann auch nicht bei genauerem Hinsehen erkennen, ob es sich bei einem Pinguin um ein Männchen oder Weibchen handelt. Diese Eigenschaft findet man bei allen Pinguinarten. Die Regel ist, dass das Männchen größer ist als das Weibchen, aber natürlich gibt es auch größere Weibchen und kleinere Männchen, sodass man bei einem direkten Vergleich oft nicht mit Sicherheit sagen kann, welches Geschlecht vorliegt.
Bei anderen Vögeln kann man aber häufig einen sogenannten Geschlechtsdimorphismus, das heißt eine deutliche Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen, feststellen. Bei verschiedenen Entenarten ist das Männchen ganz anders gefärbt als das Weibchen. Bei Pfauen oder Paradiesvögeln sind die männlichen Körperanhänge besonders ausgebildet, das Weibchen wählt nach deren Länge ihren Partner. Andere Vögel weisen einen geschlechtsspezifischen Ruf auf.
Bei Pinguinen hilft nur der Gentest, da auch die Geschlechtsmerkmale oft nicht deutlich zu erkennen sind. Im Zoo werden Federproben eingeschickt, daraus wird die DNA isoliert und das Geschlecht bestimmt. Manchmal erlebt man sogar Überraschungen: Bei der Untersuchung der Jungtiere des Zoos Hannover stellte sich heraus, dass ein Brillenpinguin, der für ein Männchen gehalten wurde, eigentlich ein Weibchen ist. Auch der umgekehrte Fall war vorhanden.
Daran erkennt man, dass die Bestimmung des Geschlechts an äußeren Merkmalen wirklich sehr schwierig ist. Da ist es sehr hilfreich, dass die biologischen Techniken schon so weit fortgeschritten sind!


Dienstag, 19. Juni 2012

Exkurs: Meerespelikane

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Drei Meerespelikane sind die Mitbewohner der Brillenpinguine im Zoo Hannover.
Der Meerespelikan oder auch Braunpelikan (wissenschaftlicher Name: Pelecanus occidentalis) ist an den Küsten Nord- und Südamerikas verbreitet, lebt also nicht mit den Brillenpinguinen zusammen in freier Wildbahn. Diese kommen nämlich ursprünglich aus Afrika.
Eine Sache haben Pinguine und Pelikane aber gemeinsam: An Land sind sie sehr paddelig und unbeholfen, während sie beim Tauchen und der Pelikan beim Fliegen echte Künstler sind. Wenn der jagende Meerespelikan aus der Luft einen Fisch im Wasser entdeckt, stürzt er sich kühn aus bis zu 20 Metern herab, bremst kurz ab, bevor er ins Wasser taucht, und schnappt sich seine Beute. Darunter gehört größtenteils die Fischgattung Menhaden, neben anderen Fischen isst er aber auch Garnelen gern.
Beim Schwimmen benutzen sie ihre recht großen Füße als Antrieb. Sie ziehen die Zehen dicht beisammen, bewegen den Fuß nach vorn, spreizen die Zehen und ziehen den Fuß wieder nach hinten. Zwischen den Zehen haben sie große Schwimmhäute, die dafür sorgen, dass das Wasser zurückgedrückt wird und sie sich so vorwärts bewegen können. Durch unterschiedliche Bewegungen der beiden Füße können sie sich in verschiedene Richtungen drehen.
BlogBeide Elternteile betreiben die Brutpflege. Das Nest wird aus Gras, Blättern und Stroh gebaut. Wenn es fertig ist, legt das Weibchen 2-3 Eier, die dann ungefähr einen Monat unter den Füßen ausgebrütet werden.
Besonders bedroht waren die Meerespelikane durch Pestizide wie DDT (das sind Mittel zum Pflanzenschutz oder zur Schädlingsbekämpfung), die dazu führten, dass die Eierschalen nicht hart genug waren oder dass der Stoffwechsel gestört wurde. Nach einem Verbot dieser Substanzen sei ihr Bestand wieder stabil geworden.
Im Gehege leben die Brillenpinguine mit dem Meerespelikanen ganz friedlich miteinander, aber natürlich gibt es manchmal Z(w)ickereien. Heute beobachtete ich, wie zwei Pinguine nach einem Meerespelikan schnappten, aber weil die Pelikane einen viel längeren Schnabel haben, konnte er sich gut verteidigen.

Quellen: Gehege-Schild, Wikipedia, Marinebio


Dienstag, 12. Juni 2012

Das lange Warten

BlogIn einer bestimmten Zeit müssen Pinguine ganz viel Geduld haben. In der Brutzeit bebrüten sie ihre Eier und warten, bis ein kleines, neues Leben das Licht der Welt erblickt.
Während Pinguine normalerweise feste Brutzeiten haben, können Brillenpinguine zu jeder Zeit im Jahr brüten. Einige Paare brüten sogar ein zweites Mal im Jahr, wenn ihr erster Versuch gescheitert ist. Brillenpinguine legen meist 2 Eier.
Auch im Zoo Hannover sind nun einige Paare dabei, ihr Brutgeschäft zu verrichten. Heute konnte ich typisches Brutverhalten beobachten.
Ein Pärchen saß in einem Fass, in dem sie mit Steinen ein Nest gebaut hatten. Der eine Partner lag mit dem Bauch auf dem oder den Eiern (die genaue Anzahl konnte ich nicht erkennen), um sie zu wärmen. Der andere Partner stand daneben und liebkoste das brütende Elternteil zwischendurch mit dem Schnabel. Wer nun das Männchen und wer das Weibchen war, konnte ich leider nicht erkennen. Männliche und weibliche Pinguine sehen sich allgemein sehr ähnlich und wechseln sich beim Brüten ab.
An einem anderen Fass stand ein weiterer Brillenpinguin, er schien Wache zu halten. Im Fass saß sein oder ihr Partner, ebenfalls am Brüten. Kam ein Artgenosse dem Fass zu nah, wurde er schnell weggejagt. Dazu beugte sich der Wach-Pinguin mit dem Kopf ein wenig hinunter, der Schnabel wurde weit nach vorn gestreckt und mit schnellen, kleinen Schritten watschelte er dem Eindringling entgegen. Dieser wollte sich nicht auf den spitzen Schnabel einlassen und ergriff die Flucht.
BlogWar kein Artgenosse oder eine andere Gefahr in Sicht, schaute er sich nach geeignetem Nistmaterial um. Neben dem Fass lagen Steine, die aber zu groß waren. In der Nähe hing ein Tau, das schon sehr angeknabbert aussah. Auch unser Wach-Pinguin versuchte, ein Stück mit seinem Schnabel abzulösen, aber es war zu fest.
Zwei weitere Pinguine schienen ebenfalls ein Paar zu sein, hatten sich aber noch nicht in einem Nest breit gemacht. Ein Anzeichen dafür, dass sie zusammengehörten, war ihre Zuneigung. Sie drehten sich tanzend im Kreis oder berührten sich sanft mit ihren Schnäbeln am Kopf. Außerdem jagten sie jeden Dritten mit Schnabelschnappern und Körpereinsatz weg, der ihnen zu nahe kam.
Vielleicht wird man auch diese beiden bald gemeinsam in einer Nisthöhle sehen!


Dienstag, 5. Juni 2012

Warum finden wir Pinguine so sympathisch?

Als ich mich im Zoo dem Pinguingehege näherte, hörte ich schon oft Kinder, die freudig riefen: "Guck mal, Pinguine!" Dann sind sie zum Gehege gerannt, um sich die Brillenpinguine anzusehen. Auch am Zaun des Geheges kann man häufig fröhliche Gesichter beobachten. Aber warum sind uns Menschen die Pinguine so sympathisch?
Natürlich sind Pinguine sehr drollige Tiere, über die man manchmal herzlich lachen kann. Es gibt sehr viele Videos, die Pinguine in peinlichen Situationen zeigen: Wie sie aus dem Wasser schnellen, auf einen Eisberg klettern wollen und dann wieder zurück ins Wasser rutschen. Wie sie über das Eis watscheln und plötzlich ausrutschen. Wie sie ihren Artgenossen in den Po zwicken oder ihnen sogar ein Bein stellen und noch vieles mehr.
Außerdem erinnert der aufrechte Gang auf zwei Beinen sehr stark an uns Menschen. Durch ihre "Kleidung" wirken die Pinguine sehr elegant, denn es sieht bei einigen Arten so aus, als ob sie einen schicken Frack tragen. All dies lässt die Pinguine sehr positiv und ansprechend auf uns wirken.
Besonders beim Verhalten untereinander erkennt man deutliche Parallelen zu uns Menschen. Auch wir necken uns mal gerne oder spielen friedlich miteinander.
BlogWenn ein Pinguin einem anderen den Flügel auf den Rücken legt, wirken sie sehr zutraulich zueinander. Manchmal reiben sie dabei sanft ihre Schnäbel aneinander und kuscheln sich eng zusammen. Das erweckt bei uns Menschen ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen, da auch wir diese Verhaltensweisen aufzeigen.
Ich denke, es ist diese Mischung aus der Erheiterung und der Ähnlichkeit zu uns Menschen, weshalb wir die Pinguine als so liebenswürdig empfinden.


Dienstag, 29. Mai 2012

Unter Wasser

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In der Unterwasserwelt des Zoos in Hannover kann man die Brillenpinguine ausgiebig beim Schwimmen, Tauchen und Jagen beobachten.
Als ich ihnen beim Schwimmen zuschaute, dachte ich: "Da sag' doch einer, Pinguine könnten nicht fliegen!" Natürlich können sie nicht wirklich in der Luft fliegen, so wie es für Vögel eigentlich gewöhnlich ist, aber beim Schwimmen sind die Bewegungen identisch. Dabei zeigt der Bauch nach unten und sie bewegen ihre kräftigen Flügel auf und ab, um vorwärts zu kommen. Nicht nur dieser Unterwasserflug ist faszinierend, auch ihre Körperform ist besonders. Ihre torpedo-ähnliche Form hat sich im Laufe der Evolution so angepasst, dass sie nur noch einen sehr kleinen Strömungswiderstand aufweist. Dadurch ist der Energieaufwand der Pinguine beim Schwimmen sehr niedrig.
Auch wir Menschen finden diese windschnittige Form sehr vorteilhaft und versuchen das Pinguin-Modell zum Beispiel auf Flugzeuge, U-Boote und Autos zu übertragen, um weniger Energie zu verbrauchen.

Dass die Pinguine perfekt an ein Leben im Wasser angepasst sind, zeigt auch ihre Tarnung. Wie man sieht, haben Pinguine einen weißen Bauch und einen schwarzen Rücken. Diese Färbung tragen sie nicht ohne Grund. Nähert sich ein Feind von unten heran, kann er den Pinguin nur schwer erkennen, da sich der weiße Bauch kaum von der belichteten Oberfläche abhebt. Wenn man am Gehege steht und von oben auf die schwimmenden Pinguine herabschaut, kann man beobachten, dass sich der schwarze Rücken und die dunkle Tiefe ebenfalls kaum unterscheiden. Dieser Effekt macht es Feinden schwer, von oben ihre Pinguin-Beute zu erkennen.
Diesen Pinguin, den ich von unten fotografiert habe, sieht man kaum:

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Dienstag, 22. Mai 2012

Mauser

BlogWenn man die 35 Brillenpinguine genauer anschaut, bemerkt man, dass einige etwas zerrupft aussehen. Man denkt: Haben die mit ihren Artgenossen gekämpft oder sich sogar mit den Meerespelikanen angelegt?
Nein, alles ist in bester Ordnung. Diese Pinguine befinden sich zurzeit in der Mauser. In dieser Zeit wechseln sie ihr Gefieder. Dabei wachsen ihnen neue Federn, die die alten herausdrücken. So kommt das zerzauste Aussehen zustande.
Die Mauser kommt bei Pinguinen normalerweise regelmäßig vor, bei Brillenpinguinen allerdings kann sie jährlich zu verschiedenen Zeiten stattfinden.
Nach ungefähr vier Wochen haben es die Pinguine geschafft und sie sehen wieder wie neu aus. Während dieser Zeit dürfen sie nicht ins Wasser. Weil sie deshalb nicht jagen können, verlieren sie einen großen Anteil ihres Körpergewichts.
Im Zoo stellt dies natürlich kein Problem dar, denn auch die mausernden Brillenpinguine werden natürlich von den Pflegern gefüttert.
Vielleicht fühlen sich die Pinguine während der Mauser nicht wohl, deshalb werden sie sogar von ihren Artgenossen getröstet:

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Dienstag, 15. Mai 2012

Wolken - Regen - Kälte

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An diesem Beobachtungstag war es kalt und regnerisch. Deshalb hatte ich erwartet, dass heute kaum ein Brillenpinguin zu sehen wäre, weil sich alle – wie wir Menschen es auch am liebsten tun würden – vor diesem schlechten Wetter verstecken.
Die Brillenpinguine stammen nämlich ursprünglich aus Namibia und Südafrika, wo ein subtropisches Klima herrscht. In Kapstadt, in deren Nähe Pinguinkolonien frei an den Küsten leben, gibt es kaum Temperaturschwankungen. Im dortigen Sommer (also von Dezember bis März; denn Südafrika befindet sich auf der Südhalbkugel) wird es durchschnittlich 14-26°C warm, aber im Winter ist es auch nicht gerade kalt. Zwischen Juni und September liegen die Temperaturen durchschnittlich zwischen 7°C und 19°C. Die Brillenpinguine, die dort leben, kennen Regen, denn in Kapstadt beträgt der Niederschlag insgesamt 515 Millimeter jährlich. Zum Vergleich: In Hannover regnet es insgesamt ungefähr 640 Millimeter jährlich.
Aber die Brillenpinguine in Namibia sind Regen kaum gewohnt. In der Walvis Bay in der Nähe der Pinguininseln hat die Niederschlagsmenge nur einen Wert von ungefähr 13 Millimetern pro Jahr! Doch die Hannoveraner Brillenpinguine scheinen sich schon an das gemäßigte Klima hier gewöhnt zu haben. Zwar versteckten sich viele wie erwartet entweder in ihren Höhlen oder unter Abdächern. Andere hingegen watschelten vergnügt herum, ließen sich vom Regen begießen oder tobten sich im Wasser aus. Wie ich in der Unterwasserwelt schön sehen konnte, wendeten sie sich dabei von links nach rechts und schwammen pfeilschnell durch das Wasser. Das eine oder andere Zwicken mit dem Schnabel in den Rücken eines Artgenossen bleib dabei nicht aus.
Wieso machen wir es dann nicht auch wie die Pinguine? Keine schlechte Laune schieben bei diesem verregneten Wetter, sondern ab ins Wasser! Wenn schon nass, dann auch richtig!

(Klimadaten übernommen aus der Wikipedia.)


Dienstag, 8. Mai 2012

Hunger!

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An meinem ersten Beobachtungstag waren gleich verschiedene Verhaltensreaktionen zu erkennen. Während sich die einen gemütlich in der Sonne braten ließen, liefen und schwammen andere nervös umher. Das Mittagessen um 15 Uhr stand nämlich kurz bevor und einige hatten vermutlich riesigen Hunger.
- Noch 30 Minuten bis zur Fütterung -
Nun wurde alles probiert, was nicht bei drei auf den Bäumen war: Heruntergefallene Blüten wurden in den Schnabel genommen, der farbige Lack im Gehege angeknabbert, Wespen gejagt und hinterhergeschnappt, selbst der Kot des anderen wurde geschlürft...
- Noch 10 Minuten bis zur Fütterung -
Jetzt machten sich einige schick für das Dinner und putzten sich. Andere schwammen im Wasser nervös ihre Bahnen, wärmten sich für die Fischjagd auf.
- Essenszeit! -
Als die Schlüssel klimperten und das Tor des Geheges aufging, konnte man deutliche Reaktionen der Schiffsbewohner sehen: Liegende Pinguine richteten sich auf, fast alle schüttelten ruckartig ihre Köpfe. Einige verschwanden blitzschnell in ihre Bruthöhlen, weil sie scheinbar keinen Hunger hatten und nicht gestört werden wollten. Andere rasten der Pflegerin hinterher und blickten erleichtert und erfreulich zum Eimer. Dann gab es endlich etwas leckeres zu Fressen: Die Brillenpinguine bekommen die Fischart Lodde, manchmal aber auch kleine Makrelen oder Heringe.

Nachdem die hungrigen Mägen gefüllt wurden, ruhten sich die Pinguine zufrieden aus.