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Hilfe für die Brillenpinguine!

Herzlich Willkommen zu meinem Kapstadt-Blog!
Leider sind die meisten Pinguinarten auf der ganzen Welt bedroht und die Bestände nehmen immer weiter ab. In der nächsten Zeit werde ich deshalb die Organisation SANCCOB in Kapstadt unterstützen, die Brillenpinguinen und anderen Seevögeln hilft und damit schon einen großen Teil zur Rettung bedrohter Vogelarten beigetragen hat. Meine Erlebnisse bei SANCCOB und in Kapstadt werde ich hier mit euch teilen. Viel Spaß beim Lesen!

Falls ihr Fragen zu SANCCOB, zum Freiwilligen-Programm oder zur Reise habt, könnt ihr mich gerne per Mail kontaktieren. Die Adresse findet ihr im Impressum.

Donnerstag, 15.09.14

26. und letzter Tag bei SANCCOB

Oh, nein! Heute war mein letzter Tag bei SANCCOB! Das finde ich sehr schade und es fiel mir doch recht schwer, mich von meinen kleinen Schützlingen und all den Leuten zu verabschieden. In den letzten Tagen und auch heute durfte ich nur noch mit Pinguinen arbeiten. Das hat sehr viel Spaß gemacht, weil ich nun sicherer und selbstbewusster mit ihnen umgehen kann. Medikamente geben, Flüssigkeiten verabreichen und Zwangsfüttern fiel mir nun deutlich leichter und heute habe ich es sehr genossen, den Kleinen etwas Gutes zu tun! Alle Pinguine sind wohlauf und ich habe noch alle Finger. Die Kratzer, blaue und rote Flecken an Händen und Beinen werden mich aber noch ein paar Tage an die trotzdem schöne Zeit hier erinnern! :D
Ich bin sehr froh, so viele nette Leute kennen lernen zu haben und den Pinguinen so nah gekommen zu sein wie noch nie (manchmal aber auch zu nah...)! Vielen Dank an alle für die schöne Zeit, vielleicht sieht man sich ja nochmal!
Jetzt bleiben mir noch ein paar Tage in Kapstadt, mal sehen, was ich noch machen kann :)

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Montag, 22.09.14

23. Tag bei SANCCOB

Heute war ich in "Pen 2". Diesen Eintrag möchte ich dazu nutzen, verschiedene Tätigkeiten vorzustellen, die regelmäßig erledigt werden müssen. Jeden Montag werden alle Pinguine gewogen. Am Gewicht wird festgemacht, wie viel Fisch und jeder einzelne Pinguin bekommt und die Menge bestimmter Medikamente kann so bestimmt werden.

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Einige der Pinguine haben Probleme mit den Atemwegen. Um ihnen zu helfen, werden sie meist zwei mal am Tag in eine Kiste gegeben (engl. "nebulizer"), in der sie bestimmten Dampf inhalieren können.

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Vor der Fütterung muss natürlich der Fisch vorbereitet werden. Gefüttert wird jeden Tag um 10 und um 14 Uhr. Um 10 Uhr bekommen die Pinguine zusätzlich Sardinen mit Vitamintabletten, die vorher in den Mund jedes einzelnen Fisches gesteckt werden müssen.

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Sonntag, 21.09.14

Peninsula Tour

Gestern war ich bei SANCCOB das erste Mal der Chef (engl. "supervisor") bei den Pinguinen in "Pen 3". Es war ganz toll, mal mehr Verantwortung zu haben und die Anweisungen zu geben. Die Pinguine haben den Tag mit mir natürlich ganz gut überstanden! :D

Heute durfte ich wieder die Umgebung von Kapstadt von ihrer wunderschönen Seite erleben! Auf der Peninsula Tour sind wir zunächst zur Hout Bay gefahren und konnten dort eine Bootsfahrt zur Seebären-Insel machen. Danach ging es zum Chapman's Peak, wo wir die tolle Aussicht mit Muffins und Saft genießen konnten. Unsere Route führte auch über Simon's Town, wo wir am Boulders Beach die Brillenpinguine besucht haben (ich nun schon zum dritten Mal, aber alle guten Dinge sind ja schließlich drei!). Danach ging es weiter ins Cape Point Nature Reserve, wo wir ca. eine halbe Stunde mit dem Fahrrad fahren konnten. Trotz des starken Seitenwindes war es ein tolles Erlebnis, denn man konnte sich die schöne Landschaft in aller Ruhe anschauen. Nachdem wir uns mit einem Mittagessen wieder gestärkt haben, konnten wir am Cape Point (die südlichste Spitze der Kap-Halbinsel) hoch zum Leuchtturm wandern. An dieser Spitze sollen sich der Atlantische und der Indische Ozean treffen. Danach führte unsere Wanderung entlang eines wunderschönen Strandes (den wir aber nur von oben gesehen haben) zum Kap der Guten Hoffnung. Natürlich musste auch ein Foto mit dem berühmten Schild gemacht werden! Alles in allem war es ein super Tag mit tollen Ausblicken und netten Leuten (da bucht man schon mal eine Tour in SÜDAFRIKA und trotzdem war wieder die Hälfte der Teilnehmer DEUTSCH! Ich finde das immer noch ein wenig verrückt, dass man so fern von der Heimat immer noch eigene Landsleute trifft :D).

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Freitag, 19.09.14

Safari!

Woran denkt man als erstes, wenn man an Afrika denkt? Richtig, Safari! Genau das habe ich heute gemacht und bin immer noch total hin und weg! Schon die Fahrt zum Aquila Game Reserve war mal wieder super, diese Landschaft ist einfach so wahnsinnig vielfältig und einfach so anders. Nach einem leckeren Buffet ging es dann mit einem vollen Bauch in den Jeep und die Safari startete. Wir haben Flusspferde, Zebras, Nashörner, Springboks, einen Strauß, Büffel, Löwen, Antilopen und Giraffen gesehen! Zum Schluss haben sich sogar zwei Elefanten gezeigt. Einer hat uns auf der Strecke verfolgt, er war zum Greifen nah! Das war wirklich totaler Wahnsinn!

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Donnerstag, 18.09.14

Zurück in die Natur!

Für 13 Pinguine war es heute so weit: Sie wurden erfolgreich wieder gesund gepflegt und konnten wieder freigelassen werden! Nachdem sie in Kisten gepackt wurden, haben wir sie zum Boulders Beach gefahren und am Strand freigelassen. Es war ein wunderschöner Moment, die Pinguine wieder in ihre natürliche Umgebung zurückzubringen! In diesem Moment wurde mir auch klar, dass nichts umsonst war, was ich bei SANCCOB getan habe. Jede Reinigung, Fütterung und jede noch so kleine Tätigkeit hat dazu beigetragen, dass 13 Pinguine nun wieder eine neue Chance für ihr Leben bekommen haben!

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Mittwoch, 17.09.14

21. Tag bei SANCCOB

Hier sind ein paar Fotos aus "Pen 2", in der ich heute gearbeitet habe:

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Dienstag, 16.09.14

20. Tag bei SANCCOB

Meine heutige Aufgabe war es wieder, den Seevögel-Käfig und die Voliere zu reinigen. Da diese Reinigungen immer recht schnell vollzogen sind, habe ich Abstellkammern gesäubert und die dort abgestellten Gegenstände neu sortiert sowie in anderen Abteilungen ausgeholfen (z. B. Wäsche auf- und abhängen).
Heute war Prof. Dee Boersma bei SANCCOB und wurde durch die Abteilungen geführt. Am Ende des Arbeitstages konnte ich dann mit ihr sprechen und wir haben uns ein wenig über Pinguine austauschen können. Ich habe mich sehr gefreut, noch eine Pinguin-Forscherin kennenlernen zu dürfen und finde es richtig gut, dass es Leute wie sie gibt, die sich so stark für Pinguine einsetzen!

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Montag, 15.09.14

Pinguinforschung

Heute habe ich die Universität in Kapstadt besucht und mich mit der Pinguinforscherin Dr. Antje Steinfurth getroffen. Sie kommt ebenfalls aus Deuschland und arbeitet nun in Kapstadt. Mit ihr habe ich mich ein wenig über die aktuelle Pinguinforschung unterhalten. Das Projekt, an dem sie zurzeit arbeitet, soll zum Schutz der Brillenpinguine beitragen. Diese Art steht auf der "Roten Liste der gefährdeten Arten" und der Bestand der Brillenpinguine nimmt immer stärker ab. Deshalb wird untersucht, welche Fanggebiete die Pinguine nutzen und ob diese von der Fischeiindustrie beeinflusst werden. Das Ergebnis des Projekts wird erst am Ende des Jahres bekannt gegeben und dann muss mit der Fischereiindustrie gesprochen und verhandelt werden.
Nach diesem Gespräch habe ich an einem Gastvortrag teilgenommen, der von Prof. Dee Boersma von der Universität Washington gehalten wurde. In ihrem Vortrag stellte sie Bedrohungen wie Ölkatastrophen oder Klimawandel vor und welche Auswirkungen diese für die Pinguine haben. Dabei ging sie besonders auf die Arten Galapagos- und Magellanpinguin ein. Außerdem wies sie auf die Schwierigkeit hin, die Ergebnisse der Forschung und die daraus resultierenden Verbesserungsvorschläge mit den Interessen der Regierung zu vereinen. Ich hoffe jedoch, dass es in Zukunft gute Kompromisse geben wird, denn nur so kann den Pinguinen geholfen werden!


Sonntag, 14.09.14

19. Tag bei SANCCOB

Heute war ich in den Abteilungen "Pen 2" und "Pen 3". Der Ablauf in "Pen 3" entspricht etwa dem in "Pen 2". In "Pen 3" sind jedoch Pinguine, die etwas fitter sind als in "Pen 2" und demnach längere Zeiten im Wasser schwimmen können. Die Pinguine, die am fittesten sind, werden möglichst drei mal am Tag jeweils für eine Stunde in den Pool gelassen. Eine andere Gruppe, die noch nicht so fit ist, wird nach 20 Minuten wieder aus dem Pool geholt. Wenn die 1-Stunden-Schwimmer ihre Zeiten im Pool gut meistern und auch sonst gesund sind, können sie wieder in die Freiheit entlassen werden.


Samstag, 13.09.14

Whale Watching

Dieser Tag war einfach nur großartig! Wir sind nach Hermanus gefahren, das ist ca. 2 Stunden von Kapstadt entfernt. Auf der Fahrt dorthin konnte ich die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft Südafrikas bewundern. In Hermanus haben wir dann an einer Whale Watching Tour teilgenommen. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Boot (die mir jedoch vor Aufregung eher sehr lang vorkam!) habe ich dann den ersten Wal meines Lebens gesehen! Er streckte seine Schwanzflosse aus dem Wasser heraus in die Höhe und ließ sie dann wieder ins Wasser klatschen. Dann sind wir ein wenig weiter gefahren und trafen auf eine größere Gruppe von Walen. Vor Südafrika sind die sogenannten Südlichen Glattwale heimisch. Der Führer teilte uns mit, dass vor uns ein Männchen und ein Weibchen seien, die sich wahrscheinlich gerade paaren. Die Weibchen paaren sich mit mehreren Männchen und ziehen später ihr Kalb allein auf.
Natürlich habe ich auch viele Fotos gemacht, hier sind ein paar Eindrücke von diesem wunderbaren Tag:

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Freitag, 12.09.14

18. Tag bei SANCCOB und Shopping

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Am gestrigen Arbeitstag habe ich Eimer, andere Gefäße, Besteck usw. gereinigt. Außerdem habe ich den Fischbrei und Spritzen mit Wasser oder Energydrinks vorbereitet. Zwischendurch hatte ich wieder Training und habe den Pinguinen einen Schlauch in den Hals gesteckt, um ihnen darüber Nahrung zu verabreichen.

Heute war ich in der Innenstadt, um noch ein paar Souvenirs zu kaufen. Also sind wir zunächst zum Green Market und dann zur Waterfront. Im Food Market habe ich diesmal Indisch gegessen, das habe ich so richtig noch nie zuvor getan. Es war deshalb für mich ein völlig neuer Geschmack und wirklich sehr lecker!

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Mittwoch, 10.09.14

17. Tag bei SANCCOB

Heute habe ich wie gestern in der Abteilung namens "Pen 2" gearbeitet. Dort befinden sich Pinguine, die von der Intensivstation kommen und noch nicht so fit sind. Morgens bekommen sie zuerst ihre Medikamente, die entweder als Tablette oder in Spritzen mit Wasser über einen Schlauch verabreicht werden. Danach können die Pinguine kurz im Pool schwimmen und wieder herauskommen, wenn sie nicht mehr schwimmen können oder wollen. Wenn die Situation es zulässt, werden die Matten und der Boden der "Pen 2" gereinigt. Dann werden die Pinguine gefüttert. Wenn sie nicht frei aus der Hand essen wollen, dann müssen sie zwangsgefüttert werden. Der Schnabel wird dazu mit der Hand aufgehalten und der Fisch hineingesteckt. Mittags gibt es für ausgewählte Pinguine Wasser aus Spritzen über einen Schlauch, damit sie nicht dehydrieren oder austrocknen. Nach unserer Mittagspause werden sie erneut mit Fisch gefüttert und werden in den Pool gelassen. Am späteren Nachmittag bekommen einige Wasser mit einer Art Energydrink und Medikamente. Besonders magere Pinguine werden zusätzlich mit Fischbrei gefüttert.
Ich habe heute wieder gefüttert und den Pinguinen über einen Schlauch Nahrung oder Wasser verabreicht. Das sieht so aus:

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Dienstag, 09.09.14

16. Tag bei SANCCOB

Heute habe ich wieder mit Pinguinen gearbeitet. Dieser Tag war etwas durcheinander, da die Fisch-Lieferung nicht da war und wir die Pinguine erst nicht füttern konnten. Nachdem dann endlich wieder Fisch verfügbar war, habe ich mit Hilfe der Trainerin erwachsene Pinguine gefüttert. Danach habe ich noch gelernt, wie man das „Tubing“ richtig durchführt. Dabei wird den Pinguinen ein Schlauch in den Hals gesteckt und der Inhalt einer Spritze (z. B. Fischbrei oder Wasser) direkt in den Magen gegeben. Man muss dabei sehr aufpassen, dass man den Schlauch nicht in die Luftröhre steckt, sonst würde der Pinguin ersticken. Auch diese Tätigkeit ist wie das Füttern nicht einfach und braucht noch einige Übung.


Montag, 08.09.14

Robben Island

Heute war ich auf Robben Island, einer Insel westlich von Kapstadt. Nach einer ca. einstündigen Bootsfahrt wurden wir zu Bussen geführt. Diese führten uns zu interessanten Orten auf der Insel und eine Frau hat uns Informationen darüber gegeben. Während einer kurzen Pause, in der wir aus dem Bus aussteigen durften, habe ich Christo Brand gesehen, den ehemaligen Wächter von Nelson Mandela. Zwischen diesen beiden Menschen entwickelte sich trotz der unterschiedlichen Lage als Häftling und Wächter eine Freundschaft. Nach der Pause wurden wir zum berühmten Gefängnis gefahren, in dem viele politische Gefangene während der Apartheid gesessen haben. Die Führung durch das Gefängnis wurde sogar von einem ehemaligen Gefangenen durchgeführt. Dieser erzählte uns, wie die Zeit dort war und wie sie dort leben mussten. Außerdem hat er uns auch die Zelle gezeigt, in der Nelson Mandela inhaftiert war.
Insgesamt war das ein sehr interessanter Tag mit vielen hautnahen Eindrücken, die mir die Geschichte Südafrikas näher gebracht haben. Etwas enttäuscht bin ich jedoch, dass ich die Pinguinkolonie auf Robben Island nicht sehen konnte...

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Sonntag, 07.09.14

Aquarium

An meinem 14. und 15. Arbeitstag habe ich wieder mit den Pinguinen gearbeitet und Vogelkäfige sauber gemacht. Heute war ich im Two Oceans Aquarium an der Waterfront. Besonders hat mir dabei ein riesiges Becken mit Haien und anderen großen Fischen gefallen. Dort war sogar eine riesige Schildkröte, die immer sehr nah an der Scheibe vorbeigeschwommen ist. Wir hatten Glück, dass wir auch die spektakuläre Fütterung mit anschauen konnten, bei der Taucher diese Tiere gefüttert haben. Das Aquarium hatte daneben auch Brillen- und Felsenpinguine, die mir natürlich auch sehr gefallen haben!

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Donnerstag, 04.09.14

Tafelberg

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Am heutigen freien Tag bin ich zum Tafelberg gefahren. Um nach oben zu kommen, haben wir die Seilbahn (Cable Car) genommen und zunächst die Aussicht genossen. Dann haben wir eine kleine Tour gemacht, bei der uns ein Guide die Umgebung gezeigt hat und was wo ist. Außerdem hat er ein wenig über die Flora und Fauna dort oben erzählt. Besonders bekannt ist der „Dassie“, auf Deutsch auch Klippschliefer oder Klippdachs (engl. „rock hyrax“). Diese sehen so ähnlich aus wie Murmeltiere und sind am nächsten mit den Elefanten verwandt!
Danach haben wir etwas gegessen und ich habe mich an einer Straußenwurst probiert. Das ist mal was anderes und war sehr lecker. Nachdem wir uns gestärkt haben, sind wir dann den Berg herunter gewandert. Das war sehr anstrengend, da der Weg sehr steil war und nur aus Gesteinsbrocken bestand. Man musste echt aufpassen, wo man hintritt und dass man nicht ausrutscht. Trotzdem sind wir heil unten angekommen und haben auch auf dem Weg die schöne Aussicht und sehr interessante Pflanzen angeschaut.

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Mittwoch, 03.09.14

12. und 13. Tag bei SANCCOB

Gestern und heute habe ich in sehr vielen verschiedenen Abteilungen gearbeitet. Gestern habe ich zunächst einige Vogelkäfige und die Intensivstation gereinigt. Später wurde ich dann mit kleineren Aufgaben beschäftigt, zum Beispiel Futter für die Möwen und Kormorane vorbereiten oder andere Reinigungen. Heute war ich in der „Home-Kolonie“ eingeteilt, dort befinden sich Pinguine und andere Vögel, die nicht mehr ausgewildert werden können. Dort mussten wir erst einmal alle Steine und Wände von Guano befreien. Danach haben wir altes Nistmaterial aus den Nestern entfernt und Blätter von den Bäumen im Gehege abgeschnitten, damit sich die Pinguine neues Nistmaterial beschaffen können. Bei dieser Tätigkeit wurde ich jedoch von einem Pinguin namens „Sting“ aufgehalten. Er hat ein blindes Auge und lief wie verrückt um meine Füße herum. Dabei pickte er immer wieder gegen meine Beine und schlug mich mit seinen Flossen. Das war nicht sehr nett!
Am Nachmittag habe ich mitgeholfen, den Fußboden und den unteren Wandbereich zu streichen. Das war mal was anderes, als nur zu putzen!

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Montag, 01.09.14

11. Tag bei SANCCOB

An diesem wunderschönen Frühlingstag habe ich wieder mit den Pinguinen gearbeitet. Es war jedoch recht stressig und verwirrend für mich, da an jedem Montag spezielle Aufgaben erledigt werden müssen. Zuerst wurden die Pinguine gewogen. Nach der Medikamentengabe wurden sie in den Pool gelassen. Danach wurden die Daunenfedern, also die unterste Federschicht, auf Nässe überprüft. Wenn diese Schicht nicht trocken ist, ist keine Isolation gegeben und die Pinguine würden im Wasser frieren. Die Daunenfederschicht muss also komplett trocken sein, erst dann können die Pinguine wieder freigelassen werden. Dann wurde den Pinguinen Blut aus den Füßen abgenommen, um dieses auf Parasiten und andere Krankheiten zu überprüfen. Nachdem sie alles überstanden haben, haben die Pinguine schließlich ihren Fisch bekommen.
Bei den Fütterungen habe ich wieder mithelfen können, ich bin jedoch noch nicht so schnell wie die anderen und habe noch Probleme, die Pinguine zu halten, wenn sie herumzappeln. Das wird aber hoffentlich noch besser!

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Sonntag, 31.08.14

10. Tag bei SANCCOB

Nun waren wieder die Matten und kleinen Käfige dran. Hier könnt ihr mir bei der Arbeit zusehen:

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Samstag, 30.08.14

Märkte

Gestern war ich in der Innenstadt von Kapstadt. Dort habe ich in einem kleinen Park zahme Eichhörnchen getroffen, die Leuten sogar aus der Hand fressen! Danach habe ich den Green Market besucht, auf dem einheimische Händler ihre meist selbst gebastelten Schmuckstücke, Figuren oder andere Kuriositäten verkaufen. Im Food Market werden Speisen aus sehr vielen verschiedenen Ländern angeboten, sodass ich erstmal sehr überfordert war und mich nicht entscheiden konnte. Schließlich habe ich mich für Ungarisch entschieden, aber ich muss dort auf jeden Fall noch einmal hin! Abends war ich bei SANCCOB, da ein Kamerateam den ganzen Tag dort war und sich mit einem Grillabend für ihre Dreherlaubnis bedankt hat. Hoffentlich gibt es das Ergebnis als Video im Internet, dann werde ich es hier verlinken.

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Heute habe ich die Old Biscuit Mill besucht. Dort wird ein Markt veranstaltet, wo kleine Händler Schmuck, Kleidung, Essen und viele andere Sachen verkaufen. Außerdem gibt es dort eine kleine Schokoladenfabrik, die eine Tour angeboten hat. Dort wurde der Weg von der Kakaobohne zur Schokolade erklärt und natürlich durfte man auch die Schokolade probieren. Ich kann nur sagen: Seeeehr lecker! Um den Tag abzurunden, habe ich mir den Sonnenuntergang am Bloubergstrand angesehen:

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Donnerstag, 28.08.14

9. Tag bei SANCCOB

Gestern war ich wieder in der Küken-Abteilung und habe die dort typischen Reinigungen erledigt. Heute habe ich wieder Pinguin-Training gehabt. Dort wurde mir gezeigt, wie man sie richtig füttert. Die meisten Pinguine fressen die Sardinen direkt aus der Hand. Dabei muss man echt aufpassen, dass man den Fisch rechtzeitig loslässt, sonst gelangt die Hand ebenfalls in den Schnabel. Und das tut weh, das weiß ich leider aus Erfahrung...
Andere Pinguine hingegen können nicht von allein essen, ihnen muss dabei geholfen werden. Dazu nimmt man einen Pinguin auf, setzt sich auf einen Hocker und stellt den Pinguin vor sich hin. Dann hält man den Körper des Pinguins zwischen seinen Beinen fest und öffnet den Schnabel mit einer Hand. Mit der anderen Hand greift man nach einem Fisch und steckt ihn mit dem Kopf zuerst in den Schnabel des Pinguins. Das hört sich jetzt ziemlich einfach an, wird aber umso schwieriger, wenn der Pinguin dabei herumzappelt. Ich brauche auf jeden Fall noch mehr Übung, aber heute war das ja mein erster Versuch.
Außerdem habe ich heute den Felsenpinguin „Rocky“ gestreichelt. Er ist so viel lieber als die anderen Pinguine und beißt nicht! :-)

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Dienstag, 26.08.14

Siebter Tag bei SANCCOB

Heute habe ich wieder Matten und kleine Käfige gesäubert. Sauberkeit ist wirklich SEHR wichtig, ohne diese Reinigungen wäre eine Rehabilitation nicht möglich. Heute habe ich beispielsweise kleine Würmer auf den Matten entdeckt, ohne regelmäßige Hygienemaßnahmen würden sich diese unter den Vögel sehr schnell verbreiten und Infektionen hervorrufen.
Außerdem hatte ich wieder Pinguin-Training. Der Umgang mit ihnen sieht bei anderen Mitarbeitern wirklich sehr einfach aus. Wenn man es selbst versucht, merkt man jedoch, dass es alles andere als einfach ist, einen Pinguin aufzunehmen und ihn einer anderen Person zur Fütterung zu übergeben. Besonders muss man beachten, dass man den Pinguin mit einer Hand etwas über dem Nacken am Schädel packt. Dann hat man ihn gut unter Kontrolle und er kann einen nicht schnappen. Aber dazu muss man diese Stelle auch erst einmal erwischen... Bei den jüngeren klappt das bisher sehr gut, bei den erwachsenen Pinguinen ist auf jeden Fall noch mehr Training nötig, damit ich alle Finger wieder mit nach Deutschland nehmen kann!
Aber hauptsache, der Rocky lässt es sich mit seinem besten Freund gut gehen:

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Montag, 25.08.14

Sightseeing

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Den heutigen freien Tag habe ich dazu genutzt, mehr von Kapstadt und der Umgebung zu sehen. Dazu bin ich mit dem Sightseeing Bus gefahren. Die blaue Route führt die Passagiere von der Innenstadt über den botanischen Garten Kirstenbosch, den Vogelpark World of Birds, das Township Imizamo Yethu und die Westküste wieder zurück zur Innenstadt. Eine Runde dauert ungefähr 2 Stunden, aber man kann zwischendurch aussteigen und in den nächsten Bus wieder einsteigen. So hatte ich kurze Aufenthalte in Hout Bay, Camps Bay und Green Point, um mir das Meer und die schöne Strandlandschaft anzusehen. Leider hat sich das Wetter am Mittag von sonnig auf bewölkt und windig verändert, sodass der Anblick der Strände nicht mehr ganz so schön war und die Wellen recht hoch waren. Alles in allem habe ich heute eine wunderschöne Seite von Kapstadt gesehen und eine sehr vielfältige Landschaft: Strand, Meer, Wald, Berge - hier ist eigentlich alles dabei!

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Sonntag, 24.08.14

Sechster Tag bei SANCCOB

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Heute war ich in der Küken-Abteilung. Dort kommen Küken hin, die zum Beispiel Probleme mit den Atemwegen haben oder viel zu leicht für ihr Alter sind. Zuerst habe ich beim Füttern assistiert und das Gewicht der Kleinen notiert. Einige Küken wurden dann in einen Inhalator gesteckt, um ihnen das Atmen zu erleichtern. Danach wurden die Küken von Innen ins Außengehege transportiert, damit der Innenraum gesäubert werden konnte. Dieser wird jeden Tag von der Decke über die Wände bis zum Boden geputzt und desinfiziert, damit die Küken keine Infektionen bekommen und krank werden. Später habe ich leckeren Fischbrei für die Kleinen gemacht und das Außengehege gesäubert, nachdem die Küken wieder in den Innenraum gesetzt wurden. Das ist also ein ganz schön großer Aufwand, diese kleinen Küken zu versorgen!

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Samstag, 23.08.14

Fünfter Tag bei SANCCOB

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Nachdem ich am Donnerstag gesundheitlich geschwächelt habe und gestern wieder alle möglichen Eimer, Schalen und sonstige Gegenstände gesäubert habe, war heute ein sehr abwechslungsreicher Arbeitstag. Die Hauptaufgabe war es, die Käfige der Dominikaner- und Hartlaubmöwen sauber zu machen und sie mit Fisch zu füttern. Am Nachmittag wurde mir endlich gezeigt, wie man mit Pinguinen umgeht, wie man sie aufnimmt und festhält, sodass sie einen nicht beißen können. Das wird noch echt eine Herausforderung, mit den Pinguinen zu arbeiten, denn einige sind sehr aggressiv und schnappen sofort, wenn man sich ihnen nähert. Ich bin sehr gespannt, wie das wird!


Mittwoch, 20.08.14

Waterfront

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An diesem ebenfalls freien Tag bin ich zur Waterfront gefahren. Dieser Ort liegt an einem Hafen und dort gibt es ein großes Einkaufscenter. Mir ist aufgefallen, dass es recht viele deutschsprachige Leute hier gibt, das fand ich sehr erstaunlich! Auch bei SANCCOB sind wir zu fünft und Deutschland ist das am meisten vertretene Land unter den aktuellen freiwilligen Helfern. In den nächten drei Tagen ist wieder Arbeit angesagt!


Dienstag, 19.08.14

Boulders Beach

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Heute war es endlich so weit: Ich habe Pinguine in ihrer natürlichen Umgebung gesehen! Der Boulders Beach in Simon's Town ist ein sehr guter und bekannter Ort, um Brillenpinguine zu beobachten. Damit die kleinen Pinguine nicht so stark von den Touristen gestört werden, kann man nur auf einem abgegrenzten Weg laufen. So kam man leider nicht hautnah an die Pinguine heran, aber es war trotzdem ein schönes Gefühl, sie einmal in freier Wildbahn erleben zu können!

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Montag, 18.08.14

Dritter Tag bei SANCCOB

Meine Aufgabe war es heute, die Käfige der Dominikanermöwen und der Kapscharbe zu reinigen. Außerdem habe ich sie mit Fischen gefüttert. Danach habe ich den anderen bei ihren Aufgaben geholfen und ebenfalls wieder viel gereinigt. Morgen und übermorgen habe ich wieder frei!


Sonntag, 17.08.14

Endlich frei!

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Heute hatte ich meinen ersten freien Tag. Diesen habe ich dazu genutzt, die Gegend weiter mit dem Fahrrad zu erkunden. So bin ich an einen Strand gekommen und habe die Sonne genossen. Mit ca. 25°C war es hier sogar wärmer als in Deutschland, obwohl hier Winter ist! Danach habe ich mir ein großes Einkaufscenter angesehen und war überrascht, dass viele Geschäfte auch am Sonntag geöffnet haben. Nun verfüge ich auch über eine südafrikanische Handykarte und mobiles Internet mit 100 MB gibt es hier schon für umgerechnet nur einem Euro (man kann natürlich auch mehr wählen).
Morgen geht’s aber wieder an die Arbeit!


Samstag, 16.08.14

Zweiter Tag bei SANCCOB

Am heutigen Arbeitstag war ich dafür zuständig, dass benutze Utensilien für die Seevögel wieder sauber gemacht werden. Das heißt, ich habe sehr viele Eimer, Schalen, Schüsseln usw. abgewaschen. Außerdem mussten viele Handtücher auf- und abgehängt werden und ich habe mitgeholfen, das Essen für die Pinguine vorzubereiten. Das war wieder ein langer und anstrengender Arbeitstag, aber auch diese Aufgaben gehören dazu und tragen dazu bei, dass Pinguine und andere Vögel gerettet werden können.


Freitag, 15.08.14

Erster Tag bei SANCCOB

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Heute war mein erster Tag bei SANCCOB. Nach einer Führung durch alle Räume und Bekanntmachungen mit einigen Mitarbeitern ging es dann an die Arbeit. Die Aufgabe neuer freiwilliger Helfer ist immer die Reinigung. So habe ich heute Matten und kleine Käfige mithilfe eines Hochdruckreinigers von Pinguinkacke befreien müssen. Das Geschleppe und Reinigen war schon recht anstrengend und ich war dann auch froh, als der Tag vorbei war. :D

Natürlich habe ich dort neben anderen Vögeln auch eine Menge Pinguine sehen dürfen, was mich sehr gefreut hat. Den Umgang mit ihnen werde ich noch lernen. Dort werden einerseits Pinguine aufgenommen, die später wieder ausgewildert werden sollen, und andererseits existiert eine "Home-Kolonie", die dort wahrscheinlich für immer bleibt. Die Individuen dieser Kolonie haben verschiedene gesundheitliche Probleme, weshalb sie nicht mehr ausgewildert werden können. Dies können Sehstörungen, amputierte Füße oder kaputte Flossen sein. Ein Pinguin namens "Princess" kann ebenfalls nicht wieder freigelassen werden, da sie viel zu zahm ist und in der Wildnis immer auf Menschen zugehen würde. So hatte ich endlich mal das Erlebnis, einen echten Pinguin zu berühren, ohne dass nach meiner Hand geschnappt wurde! Außerdem ist dort ein Felsenpinguin aufgenommen worden, der sich nach Afrika verirrt hatte. Eigentlich sind in Afrika nur Brillenpinguine heimisch, aber der Felsenpinguin "Rocky" fühlt sich dort scheinbar ebenfalls sehr wohl und ist sehr zahm. Deshalb hat er auch manchmal Ausgang und kann sich ein wenig auf dem Gelände bewegen. Besonders mag er Büros und Schreibtische, aber man sollte auf die Zettel aufpassen, sonst versaut er sie...
Heute habe ich viele neue Eindrücke bekommen. Ich bin schon sehr gespannt, welche neuen Sachen ich morgen lerne!


Donnerstag, 14.08.14

Willkommen in Kapstadt!

Blog Gestern Abend bin ich nach einem laaangen Flug endlich in Kapstadt angekommen. Den heutigen Tag habe ich erst einmal zur Orientierung genutzt. Die Vermieterin meiner Unterkunft zeigte mir den Weg zu SANCCOB und ich schaute dort kurz vorbei. Dann ging es zum Einkaufen und ein Fahrrad besitze ich für meine Zeit in Kapstadt nun auch. Eine Herausforderung wird aber sicherlich, sich an den Linksverkehr zu gewöhnen... Aber dafür ist ja noch Zeit.
Morgen ist mein erster Tag bei SANCCOB, ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf die Pinguine!


Dienstag, 12.08.14
Bald startet der Blog zu meiner Reise nach Kapstadt!